Grosser Kreis

Die Begrüssung, die beiden Referate und der Abschluss finden im Plenum im grossen Hörsaal statt.

Prof. Dr. Doris Edelmann
PH Bern

Befunde: Alle Kinder treten bedingungslos in den Kindergarten ein, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Entwicklungsstand oder ihren pädagogischen Bedürfnissen. Damit ist der Umgang mit einer grossen Vielfalt der Kinder im Kindergarten besonders essenziell.

Fragen: Welche Merkmale der Vielfalt sind pädagogisch relevant? Wie reagieren die Kindergartenlehrpersonen darauf? Wie nehmen weitere Lehr- und Fachpersonen die Vielfalt wahr? Wie soll auf die Vielfalt reagiert werden?

Prof. Dr. Evelyne Wannack
PH Bern

Befunde: Kindergartenlehrpersonen nutzen geführte und offene Sequenzen gezielt für die Individualisierung und die Rhythmisierung des Unterrichts. Grundlage dafür ist eine gestaltete Spiel- und Lernumgebung, die insbesondere auch den Rahmen für das freie Spiel gibt.

Fragen: Welche Muster der Rhythmisierung finden sich für einen Vormittag? Wie werden Spiel- und Lernangebote zur Individualisierung von den Kindergartenlehrpersonen angelegt? Wie sieht ein Unterrichtsmorgen aus Sicht einzelner Kinder aus?

Kleine Kreise

Ziel der kleinen Kreise ist es, den Umgang mit Vielfalt anhand ausgewählter Themen aus dem Bericht „Situation des Kindergartens im Kanton Zürich“ zu diskutieren. Die kleinen Kreise dienen als Forum für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Die kleinen Kreise werden je drei Mal durchgeführt (11.15, 13.30 und 14.30 Uhr).

Befunde: Die Vielfalt der Kinder ist insbesondere am Schuljahresanfang eine grosse Herausforderung. Im Kindergarten kommen Kinder mit sehr unterschiedlichen Bildungserfahrungen zusammen. Der Eintritt in den Kindergarten ist im Bildungsverlauf sowohl individuell als auch systemisch sehr bedeutsam. Zugleich werden vielfältige Erwartungen an die Kinder und die Eltern gerichtet.

Fragen: Welche besonderen Anforderungen entstehen durch die Heterogenität und Vielfalt der Kinder beim Kindergartenstart? Was sind Schutz- und Risikofaktoren des Übergangs? Wie werden die Anforderungen wahrgenommen? Welche Möglichkeiten und (Gestaltungs-)Massnahmen zur Förderung der Transition gibt es?

Co-Leitung: Tamara Carigiet, PHBern &
Andrea Eichmüller, Kindergarten Binzholz, Wald

Befunde: Der Einsatz von geführten und offenen Sequenzen erlaubt eine Rhythmisierung, die einen sinnvollen Wechsel zwischen Phasen der Konzentration und der Entspannung ermöglicht. Insbesondere Spiel- und Lernangebote im freien Spiel tragen den Dimensionen Interessen, Entwicklungs- und Lernstand zur Individualisierung Rechnung.

Fragen: Welche Spielformen werden im freien Spiel angeboten? Wie werden Spiel- und Lernangebote im freien Spiel arrangiert? Wie begleiten Kindergartenlehrpersonen das freie Spiel?

Co-Leitung: Sabina Staub, PHBern &
Gabi Fink, Kindergarten Schmittenacher, Weisslingen

Befunde: Kinder treten mit sehr unterschiedlichen Sprachkompetenzen in den Kindergarten ein, was die Integrationsfunktion des Kindergartens zusätzlich betont. Für viele Kinder – und deren Eltern – ist der Kindergarten der erste Kontakt mit Deutsch als Schul- und Bildungssprache. Die Sprachförderung ist auch deswegen ein wichtiges Thema im Austausch mit den Eltern.

Fragen: Inwiefern sind Kindergartenkinder sprachlich vielfältig? Wie kann der Kindergarten an die Sprachförderung in der FBBE anschliessen? Welche Aufgabe hat die Sprachförderung im Kindergarten für die anschliessende Primarschule? An welchen Sprachkompetenzen kann und soll gearbeitet werden?

Co-Leitung: Hansjakob Schneider, PHZH &
Eliane Studer Kilchenmann, Kindergarten Breiten, Affoltern a. A.

Befunde: Der Übergang vom Kindergarten in die Primarschule ist ebenfalls durch vielfältige Erwartungen an die Kinder und die Eltern befrachtet. Dabei spielen Vorstellungen von Schule, Lernen und Leistung eine wichtige Rolle. Ein wichtiges Stichwort ist dabei der Übertritt in die erste Klasse mit den begleitenden Vorstellungen darüber, wozu Kinder zum Zeitpunkt dieses Übertritts in der Lage sind, was sie wissen und können sollten, um am Unterricht der ersten Primarschulklasse teilnehmen zu können.

Fragen: Der Kindergarten wird teilweise als Ort gesehen, an dem man lernt, was man braucht um in die Schule zu gehen. Was ist da dran? Welches sind die schulvorbereitenden Leistungen des Kindergartens? Was leistet der Kindergarten über die Schulvorbereitung hinaus?

Co-Leitung: Gisela Unterweger, PHZH &
Maja Beutler, Kindergarten Erismannhof, Zürich

Befunde: Die Integration des Kindergartens in die Volksschule ist zwar bereits in vielen Bereichen vollzogen. Im pädagogischen Bereich hat sie aber erst gerade begonnen: Mit dem Lehrplan 21 wird der Kindergarten als Teil des sukzessiven Aufbaus von Kompetenzen verstanden. Für den 1. Zyklus wurden als Ergänzung zum fachorientiertem Kompetenzaufbau die entwicklungsorientierten Zugänge formuliert. Künftig gilt es also, im Kindergarten das entwicklungsorientierte und fachbezogene Lernen zu kombinieren.

Fragen: Wie können die entwicklungsorientierten Zugänge im Lehrplan 21 für den 1. Zyklus im Unterricht umgesetzt werden? Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es in der Primarschule? Wie gestaltet sich die beginnende Fachlichkeit des Kindergartens? Wie lässt sich die ganzheitliche Entwicklungsorientierung des Kindergartens in die Fachstruktur der Primarschule überführen?

Co-Leitung: Catherine Lieger, PHZH &
Michaela Siggelkow, Kindergarten Flaach

Befunde: Im Zuge der Bestrebungen zur Integration aller Kinder in die Regelschule, sieht sich der Kindergarten vermehrt mit der Aufgabe der Begleitung von Kindern mit Behinderung konfrontiert. Dabei kommt dem Kindergarten eine wichtige Bedeutung im Übergang in den Kindergarten und im Anschluss an die sonderpädagogogische Unterstützung im Vorschulbereich (Heilpädagogische Früherziehung) zu. Die daraus entstehenden Schnittstellen sind für das Gelingen der Integration sehr wichtig.

Fragen: Welche Aufgaben kommen der Kindergartenlehrpersonen und der Heilpädagogischen Früherziehung im Übergang in den Kindergarten zu? Welche Instrumente zur Kooperation stehen zur Verfügung? Wie kann die Kooperation möglichst unterstützend gestaltet werden?

Co-Leitung: Matthias Lütolf, HfH &
Ursula Stierli, Kindergarten Dorf, Knonau

Befunde: Die Elternzusammenarbeit ist eine wichtige Voraussetzung für einen gelungenen Start in die Volksschule. Dies gilt im Besonderen für Kinder und Familien mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen.

Fragen: Mit dem Kindergarteneintritt kommen auch Eltern in den Kindergarten. Welche Bedürfnisse, bezogen auf gegenseitige Kommunikation und Zusammenarbeit, haben Kinder, Eltern und Lehrpersonen? Wie können Eltern das Lernen ihrer Kinder unterstützen? Wie können sie dabei unterstützt werden? Wie können Eltern als Ressource erlebt und eingebunden werden?

Co-Leitung: Claudia Schletti, PHBern &
Ursina Zindel, Kindergarten Bettlen, Küsnacht

Befunde: Kinder treten immer häufiger aus der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in den Kindergarten ein. Dadurch entsteht eine bedeutsame Schnittstelle zwischen FBBE und Kindergarten. Themen an dieser Schnittstelle sind pädagogische Anschlussfähigkeit und Kooperation. Obschon gerade die frühen Übergangsprozesse im Bildungsverlauf sowohl individuell als auch systemisch sehr bedeutsam sind, ist die Schnittstelle am Übergang von der FBBE – und aus der Familie – in den Kindergarten bislang wenig berücksichtigt und bearbeitet worden.

Fragen: Wie können erfolgreiche frühe Übergangsprozesse durch die beteiligten institutionellen Akteurinnen und Akteure unterstützt und begleitet werden? An welchen Stellen besteht Handlungsbedarf? Welches sind mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen FBBE und Kindergarten? Was kann mit der Kooperation erreicht werden? Wer wird dabei einbezogen?

Co-Leitung: Kathleen Panitz, PH FHNW &
Brigitte Fleuti, Kindergarten Widmer, Langnau a. A.

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